Lgo vom Arbeitskreis Wasserpflanzen e.V.



Literaturtipp




Es gibt zahlreiche Bücher über Wasserpflanzen, von denen wir hier einige besonders empfehlenswerte Werke vorstellen wollen.

deWit Aquarienpflanzen

H. C. D. De Wit (1990): Aquarienpflanzen

zweite, überarbeitete und neugestaltete Auflage, Ulmer Verlag

Hendrik Cornelis Dirk De Wit (24. Oktober 1909 - 16. März 1999) war ein niederländischer Biologe. Er unterrichtete zunächst an der Universität in Leiden. Ab 1959 war er dann Professor in Wageningen. Er war ein leidenschaftlicher Wasserpflanzenfreund und hat sich besonders um die Gattung der Wasserkelche verdient gemacht. Er beschrieb von 1958 bis 1983 21 neue Cryptocorynen-Arten.

1957 erschien in den Niederlanden das Buch "Aquariumplanten", das 1966 in der zweiten Auflage gedruckt wurde. 1971 bracht der Ulmer Verlag die erste deutsche Ausgabe unter dem Titel "Aquarienpflanzen" heraus. 1990 kam die zweite deutsche Auflage heraus, die auf der 1983 erschienen vierten niederländischen Auflage basiert. In der deutschen Neuauflage wurde aber der Abschnitt über Wasserkelche komplett aktualisiert und umfasst alle bis dahin bekannten Cryptocorynen-Arten.
Besonders wertvoll ist das Buch durch die aussagegkräftigen, detaillierten Zeichnungen von Ike Zewald. Sie pflegte de Wits Pflanzen in Wageningen in den Gewächshäusern und stellte sie für seine Artikel und Bücher als Strichzeichnungen oder Aquarell in allen Details dar.
Nomenklatorisch und systematisch ist das Buch heute nicht mehr aktuell. Aber durch die genauen Beschreibungen und Zeichnungen macht es dieses Buch möglich alte Bezeichungen aus Artikeln und Büchern mit den aktuellen Namen in Beziehung zu setzen. Das Buch ist ein unverzichtbares Standardwerk für Wasserpflanzenfreunde.



Horst Pflanzen im Aquarium

K. Horst (1992): Pflanzen im Aquarium

zweite, überarbeitete Auflage, Ulmer Verlag

Kaspar Horst gehört zu den Pionieren in der Aquaristik. Er machte zahlreiche Versuche zur Düngung von Aquarienpflanzen und schrieb über seine Ergebnisse. 1965 veröffentlichte er in der Datz einen Aufsatz, mit dem er der Pflanzenaquaristik einen starken, neuen Impuls gab. Er beschreibt in dem Artikel, wie im Bodengrund des Aquariums der Mikronährstoff Eisen durch Bindung an Phosphate unlöslich wird und dadurch Eisenmangel-Chlorosen bei besonders eisenliebenden Pflanzenarten auftreten. Er verwendete darum ein Salz der Ethylendiamintetraessigsäure (Na2EDTA) als Chelator umd das Eisen löslich und verfügbar zu halten.
Horst bezog in seine Überlegungen immer die Bedingungen an den natürliche Standorten der Wasserpflanzen mit ein. Auf zahlreichen Reisen sammelte er Wasser- und Bodenproben, um sie zu analysieren.
Im Jahr 1976 rief Kaspar Horst zusammen mit Kurt Paffrath den VDA-Arbeitskreis Wasserpflanzen ins Leben. Er leitete den Arbeitskreis viele Jahre und war Redakteur der "Aqua Planta".
Für Wasserpflanzenliebhaber ist besonders sei Buch "Pflanzen im Aquarium" von Interesse. Darin sind die Beobachtungen von Horst zur Nährstoffaufnahme der Pflanzen zusammengefasst. Er beschreibt in dem Buch auch einige Aquarienpflanzen, die zum Teil auch in Farbbildern gezeigt werden, Die Stärke des Buches liegt aber in den Informationen zu den chemischen Parametern an Naturstandorten und im Aquarium. Neben den Nährstoffen im Wasser und im Bodengrund betrachtet Horst auch die Beziehung zwischen Kohlendioxid und Licht.
"Pflanzen im Aquarium" ist kein modernes Buch. Aber es ist das beste und ausführlichste Buch über die Ernährung von Aquarienpflanzen und die Bedeutung der Nährstoffe in der Natur und in Kultur, das es bisher gibt.





Kasselmann Aquarienpflanzen


Chr. Kasselmann (2010): Aquarienpflanzen

dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Ulmer Verlag

Christel Kasselmann ist seit vielen Jahren die führende Expertin auf dem Gebiet der Aquarienpflanzen. Sie hat viele Naturstandorte besucht und unzählige Artikel über ihre Reisen und die dabei gefundenen Pflanzen geschrieben. Sie war lange Zeit Vorsitzende des Arbeitskreis Wasserpflanzen im VDA und auch Redakteurin der "Aqua Planta".

1995 erschien die erste Auflage von "Aquarienpflanzen" in der Reihe "Datz-Atlanten" im Ulmer-Verlag. In dem Buch sind über 300 Aquarienpfanzen beschrieben. Bereits 1999 kam die zweite Auflage heraus. Darin sind 30 zusätzliche Wasserpflanzen-Arten, die im hinteren Teil als weiteres Kapitel "Neu eingeführte Aquarienpflanzen" angehängt wurden. Die dritte Auflage von 2010 ist mit 450 Arten deutlich umfangreicher und hat ein größeres Format als die älteren Auflagen. Die Vielfalt der vorgestellten Wasserpflanzen ist riesig und neben den Arten, werden auch Kulturformen vorgestellt. Auch Moose haben in diesem herausragenden Buch ihren Platz. Alle Pflanzen werden in aussagekräftigen Farbbildern gezeigt.
Wertvoll ist das Buch auch durch die zahlreichen Fundortbeschreibungen, die Auskunft über die Wasserwerte an den natürlichen Standorten der Pflanzen geben.





Bücher über Spezialthemen

Einige Autoren haben Bücher über einzelne Pflanzengattungen oder spezielle aquaristischen Themen geschrieben. Diese Bücher vertiefen die Einblicke in bestimmte Themen-Bereiche, die in den oben genannten allgemeinen Werken nicht so intensiv behandelt werden konnten.


Besonders viel ist über die Gattung Cryptocoryne geschrieben worden.

Jo in´t Veen (1981): Cryptocorynen.- Lehrmeister-Bücherei Nr. 68, Albrecht Philler Verlag
Dieses Taschenbuch mit gut 130 Seiten stellt die damals bekannten Wasserkelche vor und beschreibt ihre Kultur, die Naturstandorte und ihre Vermehrung.

Niels Jacobsen (1982): Cryptocorynen.- Kernen Verlag
Deutsche Ausgabe des 1979 erschienenen Buchs "Cryptocoryner". Die Schwerpunkte liegt auf der Systematik und der Bestimmung der Arten. Heute ist es nicht mehr aktuell und die Fan-Gemeinde wartet seit Jahren sehnsüchtig auf eine Akualisierung.

Maike Wilsermann-Hildebrand (2011): Wasserkelche - Cryptocorynen im Aquarium.- Art-für-Art-Reihe, Natur- und Tier Verlag
Das Buch behandelt ausschließlich Cryptocorynen, die sich für Aquarienkultur eignen und in Gärtnereien vermehrt werden. Die Kulturansprüche in Sumpfkultur und im Aquarium werden besprochen.


Eine weitere sehr beliebte Aquarienpflanzengruppe sind die Echinodoren.

Christel Kasselmann (2001): Echinodorus - Die beliebtesten Aquarienpflanzen.- Dähne-Verlag
Das Buch behandelt Echinodorus-Arten und Kulturformen. Kulturbedingungen, Naturstandorte und Artmerkmale werden ausführlich besprochen.


Auch über Speerblätter gibt es Bücher.

Wim Crusio (1987): Aqua Panta Sonderheft 1 - Anubias
Das Aqua-Planta-Sonderheft 1 ist eine überarbeitete Neufassung von Crusios Revison der Gattung Anubias aus dem Jahr 1979. Die Systematik ist bis heute gültig.

Otto Gartner (2010): Anubias.- Österreichischer Verband für Vivaristik und Ökologie
Der Autor berichtet über seine Erfahrungen mit Speerblättern und greift dabei auf die Grundlagen von Crusio zurück. Das Buch ist durchgängig farbig bebildert.


Ein leidiges Thema für alle Aquarianer und Gartenteichbesitzer sind Algen.

Helmut Dittmar und Friedrich Bitter (2008): Aqua Planta Sonderheft 4 - Algen
Das Heft bietet umfangreiche Informationen zu allen Algenarten, die im Aquarium auftreten können.

Bernd Kaufmann (2010): Algen-Fibel Aquarium - kein Problem mit Süßwasseralgen.- Dähne Verlag
Was ist das für eine Alge und wie kriege ich sie weg? Bernd Kaufmann beantwortet diese Fragen.

Bernd Kaufmann (2010): Algen-Fibel Gartenteich - kein Problem mit Süßwasseralgen.- Dähne Verlag
Algenfreies Wasser gibt es nicht. Aber Überhand sollten die lästigen Plagegeister nicht nehmen. In dieser Fibel gibt es praktikable Tipps zu erfolgreichen Algenbekämpfung.

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