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Wendts Wasserkelch - Cryptocoryne wendtii





Wendts Wasserkelch

Wendts Wasserkelch bei der Umstellung von berwasserform auf Unterwasserform. Die lteren grnen Bltter sind noch von der berwasserform, die neuen brunlichen sind submerse Bltter.
Bild: Maike Wilstermann-Hildebrand

Wendts Wasserkelch

Braune Form von Wendts Wasserkelch mit gebuckelten Blttern und typischem Bltenstand. Die Form war als "Tropica" im Handel.
Bild: Maike Wilstermann-Hildebrand

Synonyme: Cryptocoryne wendtii var. jahnelii Rataj, Cryptocoryne wendtii var. krauteri Rataj, Cryptocoryne wendtii var. nana Rataj, Cryptocoryne wendtii var. rubella Rataj

Pflanzenfamilie: Araceae = Aronstabgewchse

Herkunft: West-Sri Lanka, in Malaysia (Johore), Singapur und Florida verwildert

Beschreibung: ber Wasser sind die Pflanzen zwischen 3 und 15 cm hoch. Abhngig von der Variett sind die Bltter grn bis braun und mehr oder weniger stark gewellt oder bullos. Teilweise sind federartige Zeichnungen sichtbar. Die Farbe der Blattstiele und Hauptnerven knnen heller oder dunkler als die Spreite sein.
Der Bltenstand ist insgesamt 4 bis 10 cm lang und auen brunlich. Der Kessel ist 0,6 bis 1,2 cm hoch und alveolr. Im Inneren sind 4 bis 7 Narben und 50 - 80 mnnliche Blten. Die Duftkrper sind rund, weilich bis gelblich. Die Rhre ist auen brunlich oder rtlich braun mit senkrechten dunkler braunen oder roten Linien. Sie ist 3 bis 10 cm lang. Im Schlund ist ein schwarz-violetter Saum. Der kleine Kragen hat die gleiche Farbe. Die Spathaspreite ist brunlich und oft mehrfach gedreht. Sie ist 0,5 bis 1 cm breit und 1,5 bis 3 cm lang. Die Frucht wchst innerhalb von drei Wochen nach der Bestubung auf etwa 5 mm heran. Bis zur Samenreife dauert es etwa 5 Monate. Die Frucht ist dann etwa 1 cm im Durchmesser. Die Samen sind 3 mm lang und 1 mm breit. Sie schwimmen einige Stunden und sinken dann auf den Grund. Nach wenigen Stunden bis drei Tagen keimen sie.

Je nach Variett werden die Pflanzen unter Wasser zwischen 10 und 45 cm hoch. Die Blattfarbe variiert zwischen hellem Grn und dunklem Braun mit grner bis violetter Blattunterseite. # Es gibt mehr als 10 Formen Im Handel. Die meisten Formen, werden als "grn" oder "braun" angeboten. Es gibt auch Formen mit Sortenbezeichnungen.
"Tropica" hat ber Wasser breite, stark bullose, braune Bltter. Unter Wasser sind sie schmaler und gewellt mit rtlicher Unterseite.
"Mi Oya" ist ber Wasser nur leicht bullos und olivgrn. Submers sind die Bltter schmal, gewellt dunkel grn, mit violetter Blattunterseite. Die Pflanze wurde 1972 gefunden und nach dem Fluss benannt aus dem sie stammt. Diese Form wird 15 bis 30 cm hoch.
"Green Gecko" ist unter Wasser hell grn mit einer roten Marmorierung. Sie gehrt mit etwa 15 cm Wuchshhe zu den kleineren Sorten.
"Lilabraun" die Bltter sind emers breit, leicht bulls, olivgrn. Submerse Blattstiele 8 bis 14 cm. Spreite 5 bis 13,5 cm lang und 1,5 bis 3 cm breit, dunkel grn, gewellt, Blattunterseite intensiv rot.
"Narrow" ber Wasser schmale, grne Bltter. Unter Wasser sehr schmal, lang und grn.
"Indonesii" hat emers breite, braune Bltter mit federartiger Zeichnung.
"Flamingo" ist eine rosafarben Chlorophyll-Mangelmutante aus der In-vitro-Kultur. Sie hat eine grnlicher Mittelrippe weiliche Aufhellungen in den Interkostalen

Temperatur: 22 - 30 C

Lichtbedarf: wenig bis viel

Wasserhrte: 2 bis > 40 GH

Bodengrund: locker, nhrstoffreich

Vermehrung: Auslufer bei ungestrtem Wachstum

Verwendung: Je nach Selektion und Beckengre fr den Vorder-, Mittel- oder Hintergrund

Besonderes: Die Wuchshhe und die Blattfarbe verndern sich bei der Umstellung von der berwasserform auf die Unterwasserform stark. 5 cm hohe, grne Pflanzen aus Sumpfkultur knnen im Aquarium bis 30 cm hoch und braun werden.

Nomenklatur: Der Gattungsname Cryptocoryne leitet sich von den griechischen Begriffen krypts (verborgen) und korne (Kolben) ab und bezieht sich darauf, dass die Blten von der Spatha umgeben und darum von auen nicht sichtbar sind. Die Gattung Cryptocoryne Fischer wurde 1828 zum ersten Mal von Reichenbach erwhnt und bei Wydler 1830 ausfhrlich beschrieben. Typusart war Cryptocoryne spiralis.

Beurteilung: Weit verbreitete Aquarienpflanze. Anpassungsfhig und fr nahezu alle Aquarien geeigent. Wchst besonders gut in Fischaquarien. Braucht nuir wenig Licht.

Weitere Informationen in der Aqua Planta:
Alfons Dtsch (1983): Speicherwurzeln (?) bei Cryptocoryne wendtii.- Aqua Planta 4-1983, 10
Alfons Dtsch (1984): Knstliche Bestubung von Cryptocoryne wendtii.- Aqua Planta 3-1984, 15
Alfons Dtsch (1984): Das Pflanzenportrait: Cryptocoryne wendtii de Wit.- Aqua Planta 3 - 1984, 17
Romeo Herr (1999): Submerser Bltenstand bei Cryptocoryne wendtii de Wit.- Aqua Planta 2 - 1999, 63
Text von: Maike Wilstermann-Hildebrand